Impfen wir zuviel ?
die andere kleintierpraxis
Monika Roggo  Tierärztin Delsbergerallee 49   4053 Basel
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Impfen wir zuviel ?

Die   Impfdebatte   hat   längst   die   Tiermedizin   erreicht.   Mittlerweile   sind   es   nicht   nur   einzelne   besorgte   Tierbesitzerinnen   und Tierbesitzer,   die   sich   Gedanken   machen   zur   Viel-Impferei   in   der   Tiermedizin.   Langsam   nimmt   dieses   Thema   auch   Raum ein an Universitäten, es werden Studien durchgeführt. Amerikanische   Studien   aus   dem   Jahre   2003   zeigen,   dass   der   Schutz   nach   einer   Impfung   mit   einem   inaktivierten   Virus   bei Hunden nach 7 Jahren noch gewährleistet ist. Warum impfen wir dann jährlich? Viele Meinungen, Ansichten, Standpunkte, Debatten,Verunsicherungen. Ich   werde   im   folgenden   Artikel   versuchen,   Ihnen   meinen   Standpunkt   zu   erläutern   und   die   Unterlagen   bieten,   welche   zu meinen Ansichten führten. Die   Tierbesitzerin   kann   sich   informieren   und   beraten   lassen,   die   Entscheidung,   gegen   was   und   wie   oft   sie   ihr   Tier   impfen lässt, muss jede Besitzerin für sich selber entscheiden.

Was ist eine Impfung

Es   wird   unterschieden   zwischen   passiver   Impfung,   aktiver   Impfung.   Die   passive   Impfung   ist   keine   Impfung   im   engeren Sinne,   durch   die   Gabe   von   spezifischen   Antikörper   wird   dem   Körper   einen   gewissen   Schutz   gegen   eben   diese   spezifische Infektion   gegeben.   Das   passiert   zum   Beispiel   beim   Trinken   von   Muttermilch.   Die   Mutter   gibt   ihrem   Jungen   über   die   Milch Antikörper, welche sie selber aufgebaut hat. Diese passive Impfung ist auch Mittel der Wahl bei ernsthaft erkrankten ungeimpften Welpen. Bei   der   aktiven   Impfung   wird   ein   abgeschwächter   oder   abgetöteter   Erreger,   Erregerteile   oder   nur   Toxine   appliziert.   Das Immunsystem   reagiert   und   bildet   Antikörper   aus.   Durch   das   immunologische   Gedächtnis   bleibt   dieser   Schutz   weiterhin vorhanden.   Sobald   bei   einer   Infektion   das   Immunsystem   den   Erreger   erkennt,   aktiviert   es   seine   Zellen   und   die   Antikörper werden in grosser Zahl gebildet. Das Tier ist geschützt. Das   gleiche   geschieht   bei   einer   natürlichen   Infektion   des   Körpers   mit   einem   Erreger.   Das   Immunsystem   bildet   einen Schutz, der anhand des immunologischen Gedächtnisses bestehen bleibt. Wie   lange   bleibt   denn   dieser   Schutz   bestehen?   Das   ist   wohl   ein   sehr   zentrales   Thema   der   ganzen   Impfdebatte.   Die Empfehlung   zur   jährlichen   Wiederholung   der   Impfungen   entbehrt   jeglicher   wissenschaftlichen   Grundlage.   Die   Hersteller der Impfstoffe gaben einmal eine Jahresfrist an, ohne die entsprechenden Studien durchgeführt zu haben.

„Gute“ Impfungen und weniger „gute“ Impfungen

Es   muss   klar   unterschieden   werden   zwischen   Impfungen   gegen   virale   Erkrankungen   und   Impfungen   gegen   bakterielle oder   parasitologische   Erkrankungen.   Die   Immunantwort   auf   Viren   (abgeschwächte   Form   oder   abgetötete   Viren)   ist   viel besser,   „einfacher“   und   der   Schutz   hält   viel   länger   an   als   bei   Impfungen   gegen   Einzeller   wie   Babesiose   oder   gegen Bakterien wie Lepstospirose.

Studien zur Dauer des Impfschutzes

Studien   zur   Dauer   der   Immunität   wurden   von   der   American   Animal   Hospital   Association   Canine   Vaccine   Task   force   2003 durchgeführt.   Es   konnte   nachgewiesen   werden,   dass   bei   einer   Infektion   mit   Staupe,   Parvo   oder   Hepatitic   contagiosa   7 Jahre nach der letzten Impfung der Impfschutz absolut genügend ist. Bei   den   Katzen   wurden   der   Impfschutz   gegen   FPV   (Parvovirose   /   Katzenseuche)   FCV   (Calicivirus   /   Katzenschnupfen)   und FHV-1   (Herpesviren   /   Katzenschnupfen)   3   Jahre   nach   der   letzten   Impfung   getestet.   Der   Impfschutz   ist   genügend   gut, keine der Katzen zeigte  bei der Infektion Symptome. Das   bedeutet,   dass   bei   gewissen   Impfungen   eine   Nachimpfung   vor   3   bzw.   7   Jahren   unnötig   ist.   Es   wurde   nicht   bestimmt, wie   lange   der   Schutz   wirklich   anhält.   Wenn   die   Immunreaktion   7   Jahre   nach   der   Impfung   noch   genügend   ist,   kann   man davon ausgehen, dass der Schutz auch 12 Jahre anhalten kann.

Meine persönliche Impfempfehlung

Hunde Parvovirose / Staupe: Grundimmunsisierung beim Welpen mit 8-9Wochen. Wiederholung nach 3 Wochen, Nachimpfung nach 2-3 Jahren (fakultativ). Hepatitis contagiosa: Diese    Impfung    gehört    zu    den    „einfachen“    Impfungen    mit    gutem    Impfschutz.    Eine    Grundimmunsisierung    schützt lebenslang. Ob die Impfung wirklich notwendig ist, kann ich nicht abschätzen. Es gibt zu wenig Informationen dazu. Tollwut: Impfpflicht bei Grenzübertritt, 3 Jahre gültig. Wenn der Hund im Inland bleibt, sollte auf diese Impfung verzichtet werden. Zwingerhusten: empfehle   ich   nicht   zu   impfen.   Auch   geimpfte   Hunde   erkranken   an   Zwingerhusten.   Der   Husten   ist   einfach   behandelbar   und die Impfung ist mit ihren vielfältigen Erregern doch ein grosse Herausforderung für das Immunsystem. Leptospirose: Eine   Impfung   kann   beim   gefährdeten   Hund   in   Erwägung   gezogen   werden.   Gefährdet   sind   Hunde,   die   mit   infiziertem Mäuse-   /   Rattenurin   in   Kontakt   kommen.   Also   Hunde   die   gerne   im   Sommer   in   stehenden   Pfützen   baden   oder   daraus trinken   (Jagdhunde)   und   Bauernhofhunde,   welche   einen   grossen   und   unbeaufsichtigten   Auslauf   geniessen.   Die   Impfung gegen   Leptospirose   muss   jährlich   wiederholt   werden,   der   Impfschutz   ist   nicht   100%   und   hält   nicht   lange   an,   dafür   sind eher Nebenwirkungen zu erwarten. Es gilt abzuwägen, ob das Risiko einer Infektion oder das Risiko der Nebenwirkungen der Impfung grösser ist. Leishmaniose: Diese   Impfung   bietet   einen   sehr   schlechten   Schutz.   Es   sollten   nur   gesunde,   auf   Leishmaniose   negativ   getestete   Hunde   und nur   Hunde,   welche   der   Krankheit   ausgesetzt   sind,   geimpft   werden.   Ein   guter   Schutz   gegen   die   Sandmücke   (Überträger   der Leishmaniose) ist effektiver. Es betrifft nur die Hunde, die den Mittelmeerraum bereisen. Borreliose: Nicht zu empfehlen. Der Impfschutz ist schlecht, der Nutzen sehr umstritten. Babesiose / Piroplasmose: nicht   zu   empfehlen.   Die   Impfung   schützt   nicht   gegen   eine   Infektion   mit   Babesia   canis,   sie   hilft   allenfalls   die   Symptome einer   Erkrankung   zu   lindern.   Die   Impfung   muss   jährlich   wiederholt   werden.   Die   Gefahr   der   Ansteckung   ist   sehr   gering.   Bei Reisen in Gebieten mit Babesiose sollte der Hund gegen Zecken geschützt werden. Katzen Katzenseuche (Parvovirose, FPV), Katzenschnupfen (FCV, FHV-1): Grundimmunisierung mit 8-10 Wochen, Wiederholung nach 3-4 Wochen Für Freigänger evtl. Nachimpfung nach 2-3 Jahren (fakultativ). Die   Impfung   gegen   Katzenschnupfen   schützt   das   Einzeltier   nur   zu   65%   gegen   die   Krankheit,   die   Symptome   sind   aber   viel schwächer   und   durch   die   Impfung   wird   ein   Schutz   der   gesamten   Katzenpopulation   angestrebt.   Allerdings   ist   die   Frage nach den geimpften Virusträgern nicht endgültig gelöst. Studien haben gezeigt, dass beim Katzenschnupfen die Hygiene eine grössere Rolle spielt als die Impfung. Feline Leukämie (Leukose): Vorgängig der Impfung muss die Katze getestet werden. Es dürfen nur Leukose negativ getestete Katzen geimpft werden. Grundimmunisierung mit 3-4 Monaten (2 x impfen im Abstand von 3 Wochen). Eventuell Nachimpfung mit 7 Jahren, danach keine weitere Impfung mehr. Der Leukosetest kann auch falsch negativ ausfallen, d.h. das Resultat ist negativ, die Katze  aber Träger des Leukosevirus. Feline Peritonitis FIP: Die   Impfung   ist   nicht   zu   empfehlen.   Viele   Katzen   sind   Träger   des   Coronavirus   und   erkranken   mit   milden   Symptomen   wie Inappetenz   und   Durchfall.   Die   Entwicklung   der   FIP   Symptome   kann   nicht   alleine   auf   das   Virus   zurückgeführt   werden. Stress ist ein bekannter Auslöser. Impfsarkome bei der Katze Ein   Zusammenhang   zwischen   Impfen   und   der   Entwicklung   von   Sarkomen   bei   der   Katze   ist   heute   unbestritten.   Schon   aus diesem Grunde sollte man so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig impfen.

Zusammenfassung

Um   die   Hunde-Population   vor   Parvovirose   und   Staupe   zu   schützen   empfehle   ich   die   Hunde   im   Welpenalter   zu   impfen   (2x im Abstand von 3.-4 Wochen). Die HCC (Hepatitis contaigiose canis) zu impfen kann ich vertreten. Gesetzlich vorgeschrieben ist für den Grenzübertritt die Tollwutimpfung. Alle   weiteren   Impfungen   empfehle   ich   nicht   (Zwingerhusten,   Babesiose,   Leishmaniose,   Borreliose)   oder   nur   bei   starker Gefährdung (Leptospirose). Um   die   Katzenpopulation   vor   erneuten   Ausbrüchen   der   Katzenseuche   und   des   Katzenschnupfens   zu   schützen,   empfehle ich die Grundimmunisierung im Alter von 8-10 Wochen (2 Impfungen im Abstand von 3-4 Wochn). Bei Freigänger kann eine Leukoseimpfung (2 x im Abstand von 3-4 Wochen) unabhängig von der Seuche/Schnupfen- Impfung diskutiert werden. Von der Impfung gegen FIP rate ich ab.

Nebenwirkungen der Impfung

Es   sollte   unterschieden   werden   zwischen   einer   einzelnen   Impfung   mit   Mass   und   der   Viel-Impferei.   Ein   gesunder   Hund verträgt   eine   Impfung   gegen   virale   Erkrankungen   gut.   Problematisch   können   natürlich   die   Adjuvantien   sein,   aber   ich   gehe davon    aus,    dass    bei    einem    restriktiven    Impfprogramm        das    Immunsystem    und    der    Organismus    mit    dieser Fremdeinwirkung gut umgehen kann. Wir dürfen auch hier unseren Organismus nicht unterschätzen. Die   Nebenwirkungen   der   Viel-Impferei   wird   leider   unterschätzt,   da   Erkrankungen   oft   nicht   in   direkten   Zusammenhang   mit der   Impfung   gebracht   werden.   Neben   anderen   Faktoren   trägt   diese   Überimpfung   meiner   Meinung   nach   viel   zu   den Allergischen Erkrankungen und Tumorerkrankungen bei. Kranke   Hunde   dürfen   nicht   geimpft   werden.   Eigentlich   sollte   das   selbstverständlich   sein,   aber   leider   wird   diese   Maxime häufig missachtet.

Titerbestimmung

Könnte   man   anstelle   der   Impfung   nicht   einfach   einen   Titerbestimmung   durchführen?   Eine   einfache   Titerbestimmung   sagt uns   nichts   über   den   bestehenden   Schutz   aus.   7   Jahre   nach   der   Impfung   kann   der   Titer   sehr   tief   bis   nicht   messbar   sein; sobald   aber   das   Immunsystem   mit   der   Infektion   (oder   einer   erneuten   Impfung)   konfrontiert   wird,   wird   das   „Gedächtnis“ aktiviert   und   die   Antikörperproduktion   angeregt.   Das   heisst   der   Titer   steigt   an,   das   Tier   ist   geschützt.   Um   den   Schutz zuverlässig   zu   messen,   müsste   also   das   Tier   dem   Erreger   ausgesetzt   werden.   Das   ist   nur   unter   Studienbedingungen möglich und in der Praxis auch nicht erwünscht.

Kritische Fragen

Es   ist   sehr   schwierig   abzuschätzen,   wie   verbreitet   die   Krankheiten   und   wie   gross   die   Gefährdung   unserer   Hunde   und Katzen   wirklich   sind.   Jeder   „Fall“   der   in   den   Medien   breit   getreten   wird   verzerrt   das   Bild   der   Realität,   dagegen   werden   wohl nicht   immer   alle   Infektionen   genau   diagnostiziert   und   damit   nicht   als   solche   erkannt.   Würden   diese   Krankheiten   wirklich wieder ausbrechen? Welche Rolle spielt die Hygiene? Vermehrt   treten   äusserst   virulente   Stämme   von   Caliciviren   (Katzenschnupfen)   auf,   welche   Symptome   wie   Ulcera   an   Zunge, Ballen,    Hautnekrosen    und    schwere    Blutbildveränderungen    hervorrufen.    Die    herkömmliche    Impfung    schützt    nur ungenügend.   Es   darf   die   Frage   nach   der   Ursache   dieser   schweren   Symptomatik   gestellt   werden.   Könnte   es   sein,   dass   wir durch die Viel-Impferei diese Veränderungen provozierten? Wir wissen zu wenig sowohl über die Notwendigkeit, den wirklichen Nutzen und den Schaden der Impfungen. Es   ist   einfacher,   den   bis   anhin   geltenden   Richtlinien   zu   folgen   und   sich   keine   Gedanke   über   sein   Tun   zu   machen.   Die Verantwortung   wird   damit   einfach   abgegeben.   Sich   mit   dem   Thema   Impfen   (das   Gleiche   gilt   übrigens   auch   für   die   Themen Ernährung,   Wurmkuren,   Floh/Zeckenmittel)   kritisch   auseinander   zu   setzen,   sich   eine   Meinung   zu   bilden   und   zu   vertreten bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Das gilt für die Tierärzte wie auch für die Tierbesitzer.

Erhältliche Impfungen für den Hund

Staupe Die   Viruserkrankung   ist   vor   allem   für   Hunde   im   Alter   von   2   bis   6   Monate   gefährlich.   Der   Erreger   wird   über   die   Nasen-   / Maulschleimhaut   aufgenommen,   vermehrt   sich   zunächst   in   den   Rachen-   und   Bronchiallymphknoten   und   führt   nach   7-8 Tagen   zu   Symptomen   wie   hohem   Fieber,   Appetitlosigkeit   und   Apathie.   Die   weiteren   Symptome   sind   abhängig   davon, welche Organe befallen werden. Ist   das   Immunsystem   des   Hundes   in   der   Lage   innerhalb   7   Tage   Antikörper   zu   bilden,   entwickeln   sich   keine   oder   nur abgeschwächte   Krankheitssymptome.   Wird   das   Nervensystem   befallen,   endet   die   Krankheit   meistens   mit   dem   Tod.   Die starke   Verhornung   an   den   Ballen   und   am   Nasenspiegel   sind   typische   Staupezeichen   und   versprechen   eine   eher   ungünstige Prognose. Welpen, welche die Staupe-Erkrankung überstehen bilden oft ein „Staupegebiss“ (Zahnschmelzdefekte) aus. Erwachsene Hunde sind weniger gefährdet. Heute ist die Staupe in der Schweiz weitgehend zurückgedrängt Im   Sommer   2000   starben   in   der   Ost-   und   Nordsee   von   Dänemark,   Deutschland   und   Holland   über   20'000   Seehunde   an Staupe.   Woher   der   Erreger   damals   kam   ist   bis   heute   unbekannt,   eine   Impfung   wurde   angedacht   und   wieder   verworfen.   Der Bestand    der    Tiere    hat    sich    erholt.    Damals    wurde    laut,    dass    dieser    Ausbruch    der    Staupe    mit    der    nachlassenden Impfdisziplin beiden Hundebesitzern zu tun haben könnte. Diese These wurde aber nicht bestätigt. Wildtiere   wie   der   Fuchs,   der   Luchs   oder   der   Dachs   können   ebenfalls   an   Staupe   erkranken.   Nachdem   2009   einige   Fälle   von Staupe   bei   Wildtieren   in   der   Ostschweiz   bekannt   wurden,   befürchtete   man   einen   Wiederausbruch   der   Seuche   bei   den Hunden. http://de.wikipedia.org/wiki/Staupe http://www.jfv.tg.ch/documents/Merkblatt_FIWI_Staupe_Januar_2010.pdf Parvovirose Das   Canine   Parvovirus   ist   ein   gegen   klimatische   Einflüsse   und   gegen   die   handelsüblichen   Desinfektionsmittel   resistentes, hochansteckendes   Virus.   Eine   Infektion   beim   Welpen   kann   innert   kurzer   Zeit   zum   Tod   führen.   Der   Virus   verursacht   eine Leukopenie, was eine massive Abwehrschwäche bedeutet und den sekundären bakteriellen Infektionen Tür und Tor öffnet. Typisch   ist   der   blutige   stinkige   Durchfall.   Etwas   ältere   Hunde   sind   weniger   gefährdet,   können   aber   auch   erkranken,   der Verlauf ist meistens milde. Die   Parvovirose   beim   Hund   ist   eine   „junge“   Krankheit.   Sie   trat   erst   1978   gleichzeitig   in   Europa,   Nordamerika   und Australien beim Hund auf, bei der Katze war sie schon viel länger bekannt. http://www.msd-tiergesundheit.de/News/Fokusthemen/Impfempfehlungen_Hund_Katze/Parvovirose.aspx Heptatits contagiosa Die   Hepatitis   contagiosa   canis   ist   eine   virale   Erkrankung.   Sie   kommt   in   der   Schweiz   kaum   vor,   doch   es   wird   vermutet   , dass   das   Virus   öfters   bei   chronisches   Hepatitiden   bei   Hunden   beteiligt   ist.   Der   Verlauf   der   HCC   ist   sehr   unterschiedlich. Bei   den   meisten   Hunden   verläuft   die   Infektion   symptomlos,   das   Immunsystem   bildet   einen   lebenslangen   Schutz   gegen   das Virus.   Die   unspezifischen   Symptome   sind   Apathie,   Anorexie,   Erbrechen   und   Durchfall;   öfters   wird   die   Infektion   der   HCC nicht als solche erkannt. In den Jahren 2007 bis 2010 wurden in der Schweiz 4 Fälle nachgewiesen, drei Hunde haben die Infektion nicht überlebt. http://vetline.de/hepatitis-contagiosa-canis-infektion-bei-vier-hunden-in-der-schweiz/150/3252/68079 Leptospirose Die   Leptospirose   wird   durch   Spirochäten   (Bakterienart)   ausgelöst.   Es   gibt   verschiedene   Serotypen,   die   Verbreitung   und   die Symptomatik   sind   unterschiedlich.   Die   Erkrankung   verläuft   sehr   unterschiedlich,   der   akute   Verlauf   ist   meistens   tödlich. Die   Ausscheidung   des   Erreger   erfolgt   über   den   Urin,   die   Aufnahme   über   Läsionen   an   den   Schleimhäuten   oder   über Hautverletzungen. Der   Hauptwirt   des   für   den   Hund   gefährlichen   Typen   ist   die   Wanderratte,   die   Infektionsquellen   sind   in   der   Regel   über längere Zeit stehende Pfützen. Während einem regenreichen Sommer ist eine Zunahme der erkrankten Hunde zu verzeichnen. Zwingerhusten Als   Zwingerhusten   (infektiöse   Tracheobronchitis)   wird   eine   Erkrankung   der   oberen   Atemwege   beim   Hund   bezeichnet.   Die beteiligten     Erreger     sind     vielfältig,     die     Symptomatik     ebenfalls.     Die     Ansteckung     erfolgt     über     die     Atemwege, Tröpfcheneinfektion; gefährdet sind Hunde, welche auf engem Raum (Tierheim, Zwinger) leben. Die Erkrankung verläuft bei entsprechender Behandlung nicht tödlich. Babesiose / Piroplasmose Babesien    sind    Einzeller,    welche    die    Erythrocyten    (rote    Blutkörperchen)    befallen.    Die    Infektion    erfolgt    über    einen Zwischenwirt.   Bei   der   für   den   Hund   gefährlichen   Babesia   canis   gibt   es   drei   Unterarten,   welche   von   verschiedenen   Zecken übertragen werden. Die B.canis canis übertragende Auwaldzecke kommt mittlerweile auch in Mitteleuropa vor. Die   Erkrankung   kann   sehr   akut   und   tödlich   verlaufen.   In   Regionen   mit   vielen   befallenen   Zecken   werden   vermehrt   positive Titer bei gesunden Hunden gemessen. Diese Hunde sind   geschützt. http://de.wikipedia.org/wiki/Babesiose_des_Hundes http://www.tierklinik-arz.de/downloads/aktuelles/babesiose.pdf Leishmaniose Die   Leishmaniose   zählt   zu   den   klassischen   Mittelmeer-Erkrankungen.   Sie   wird   über   die   Sandmücke   übertragen,   die   nur   in südlichen   Ländern   vorkommt,   mittlerweile   aber   auch   schon   in   der   Schweiz   festgestellt   wurde.   Die   Leishmanien   befallen die   Makrophagen   (weisse   Blutzellen),   vermehren   sich   darin   und   verbreiten   sich   im   ganzen   Körper.   Sie   können   sich   im Knochenmark über Jahre hinweg „verstecken“ und erst später einmal die Krankheit zum Ausbruch bringen. Leishmaniose ist behandelbar, allerdings nicht heilbar. http://www.tierklinik-arz.de/downloads/aktuelles/babesiose.pdf Borreliose Erreger   der   Borreliose   beim   Hund   sind   Bakterien   (Borrelien).   Sie   werden   durch   Zecken   übertragen,   wenn   diese   sich mindestens 24 bis 48 Stunden festgesaugt haben. 90%   der   Hunde,   die   regelmässsig   Zecken   ausgesetzt   sind,   tragen   Borrelien-Antikörper   (sind   seropositiv).   Weniger   0.1%   der infizierten Hunde werden krank. Oft wird die Diagnose Borreliose zu rasch und fälschlicherweise gestellt. http://www.r-m-l.de/faq/borrel.html Tollwut Die   Tollwut   ist   eine   virale   Erkrankung.   Mitteleuropa   ist   zur   Zeit   tollwutfrei,   allerdings   ist   eine   Einschleppung   durch Importhunde immer wieder ein Thema. Deshalb gilt weltweit eine Impfplicht für den Grenzübertritt. Weitere Impfempfehlungen, Links und Unterlagen http://www.wsava.org/sites/default/files/New%20Puppy%20Owner%20Vaccination%20Guidelines%20Updated%20July%2029%202013.pdf http://www.miau.de/tips/gesund/impfen.html#5 http://www.svk-asmpa.ch/pdf/tierarzt/aktuell/Impfempfehlungen_SVK_ASMPA_2008_11.pdf http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen/gesundheitsvorsorge/leistungen/impfberatung/management_hund.pdf http://www.aahanet.org/publicdocuments/caninevaccineguidelines.pdf http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/downloads/pressemappe/katzenschnupfen.pdf http://www.r-m-l.de/faq/borrel.html http://www.tierklinik-arz.de/downloads/aktuelles/babesiose.pdf http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb10/institute_klinikum/klinikum/kleintierklinik/lehre/pflichtveranstaltungen-vorlesungen-und-ubungen/6- fachsemester/organblock-lymphoretikular/qf-impfungen-moritz.pdf

Nachtrag

Man   darf   seine   Meinung   auch   ändern.   Das   bedeutet,   dass   ich   vielleicht   zu   einem   späteren   Zeitpunkt,   durch   Mehrwissen oder aus anderen Gründen eine andere Meinung zum Impfen vertreten werde. Dieses Recht steht jedem zu. Monika Roggo 2018
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